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Was passiert, wenn Training nicht einfach nur Training ist, sondern gezielt auf den Athleten, seine Situation und sein Ziel ausgerichtet wird?
Die Antwort zeigt sich oft nicht im Training selbst, sondern im entscheidenden Moment des Wettkampfs: wenn die Beine müde werden, der Kopf zweifelt und trotzdem noch Leistung abgerufen werden muss.
Heike Schweens und Cecile Bernhard haben in dieser Saison genau das erlebt. Ihre Ausgangslagen waren unterschiedlich – und gerade deshalb zeigen ihre Geschichten, wie individuell erfolgreiche Vorbereitung sein kann.
Heike veränderte nach dem Trainingslager in der Toskana ihre Trainingsstruktur grundlegend und arbeitete anschliessend mit gezielter Trainingsplanung weiter. Cecile startete nach dem Trainingslager mit einem klaren Plan in die letzten sieben Wochen vor ihrem Wettkampf. Beide Wege führten zu starken Ergebnissen.
Heike gewann beim Erlangen Triathlon ihre Altersklasse und erzielte mit 5:33:55 Stunden eine persönliche Bestzeit auf der Mitteldistanz.
Cecile wurde beim IRONMAN 70.3 Luxembourg Fünfte ihrer Altersklasse und verbesserte ihre Leistung gegenüber dem Vorjahr um 20 Minuten.
Zwei Athletinnen. Zwei unterschiedliche Ausgangslagen. Eine gemeinsame Erkenntnis: Gezieltes Training kann Leistung im entscheidenden Moment abrufbar machen.

Nach dem Trainingslager in der Toskana veränderte sich Heikes Training grundlegend.
Nicht einfach mehr Umfang stand im Mittelpunkt, sondern eine klarere und gezieltere Struktur.
Das Radtraining wurde kraftbetonter und abwechslungsreicher. Auch im Lauftraining wurde vieles neu gedacht: weniger Umfang, dafür gezieltere Einheiten und eine stärkere Verbindung mit dem Radtraining.
Für Heike war diese Veränderung selbst überraschend.
Sie merkte, dass sie Leistung abrufen konnte, ohne dafür ständig mehr trainieren zu müssen.
Vor allem aber kam etwas zurück, das im
Ausdauersport entscheidend ist: Vertrauen.
Vertrauen in den eigenen Körper. Vertrauen in das Training. Und Vertrauen darauf, auch im Wettkampf die eigene Leistung abrufen zu können.
Am 26. Juli 2026 stand Heike beim Erlangen Triathlon an der Startlinie. Ihr Ziel war klar: alles geben.
Sie kam bereits mit einem guten Gefühl aus dem Training und hatte nach ihrem Erfolg beim Neuseenman zusätzlich Selbstvertrauen gesammelt.
Das Schwimmen verlief wie gewohnt hart. Ein enger Massenstart im Kanal, Schläge und Tritte – kein einfacher Beginn. Doch auf dem Rad zeigte sich, was das Training bewirkt hatte. Heike fühlte sich stark.
Die Strecke führte über 84 Kilometer mit rund 500 Höhenmetern. Erlangen gilt zwar als flach, doch die Strecke hatte durchaus ihre Wellen. Auf der zweiten Runde kam zusätzlich Wind auf.
Heike blieb konzentriert und fuhr ihr Rennen. Dann kam der entscheidende Moment. Alexander rief ihr zu:
„Du bist auf 1 in der AK – 30 Sekunden vor der Zweiten!“
Dieser Satz veränderte das Rennen. Heike wusste: Jetzt musste sie alles mobilisieren.
Der Wechsel auf die Laufstrecke bedeutete nicht, dass das Rennen gewonnen war. Im Gegenteil.
Heike wusste, dass ihre Konkurrentin auf der Laufstrecke möglicherweise stärker sein könnte. Und spätestens ab Kilometer neun wurde es richtig hart.

Doch genau hier zeigte sich die Bedeutung der Vorbereitung.
Nicht nur körperlich.
Mental.
Heike blieb dran, hielt den Schmerz aus und lief weiter.
Bis ins Ziel.
Als Erste ihrer Altersklasse.
Mit 5:33:55 Stunden.
Und mit einer persönlichen Bestzeit auf der Distanz.

Heike war 18 Minuten schneller als 2025 und erzielte gleichzeitig ihre persönliche Bestzeit auf dieser Distanz.
Besonders stark: Sie hatte in ihrer Altersklasse die beste Schwimm-, Rad- und Laufzeit.
Die Zweitplatzierte kam acht Minuten hinter ihr ins Ziel.
Für Heike bedeutet dieses Ergebnis aber mehr als eine neue Zeit.
„Ich habe wieder 100 % Leistung und kann diese auch abrufen.“
Sie hat das Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit zurückgewonnen – und damit auch die Freude am Sport.
Sie weiss wieder, dass sie fit ist. Dass das Radfahren Spass macht. Und dass sie ihre Leistung abrufen kann.
Der Blick geht deshalb bereits nach vorne:
2027 ist schon in Planung.
Ceciles Ausgangslage war eine ganz andere – und alles andere als ideal.
Beim IRONMAN 70.3 Luxembourg 2025 hatte sie sich beim Halbmarathon am Ende des Rennens mehr als zwei Stunden abgemüht. Für 2026 meldete sie sich erneut an – mit dem Vorsatz, es diesmal besser zu machen.
Doch Vorsätze allein verändern noch keine Leistung. Manchmal ist der Alltag einfach zu hektisch, die Zeit zu knapp und zwischen all den Verpflichtungen bleibt das Training auf der Strecke.
Bis zum Trainingslager in der Toskana.
Dort nahm Cecile das Lauftraining wieder auf. Die Motivation war zurück – und plötzlich entstand eine Idee, die durchaus mutig war: Noch sieben Wochen bis zum Wettkampf. Was war in dieser Zeit noch möglich?
Gemeinsam mit Toni entschied sich Cecile für ein Experiment. Sieben Wochen konsequentes, strukturiertes Training. Nicht blind möglichst viel trainieren. Nicht versuchen, in kurzer Zeit alles nachzuholen. Sondern genau herausarbeiten, was in diesen sieben Wochen den grössten Unterschied machen konnte. Und dann hiess es: trainieren, umsetzen, vertrauen.

Am Wettkampfmorgen kam die erste Herausforderung. Wegen massiver Blaualgenbildung in der Mosel wurde das Schwimmen abgesagt. Der IRONMAN 70.3 begann deshalb direkt am Schwimmausgang.
Für Cecile bedeutete das: Umdenken, abhaken und weitermachen.
Sie blieb ruhig und konzentriert.
Auf dem Rad setzte sie genau das um, was sie sich vorgenommen hatte: kontrolliertes Pacing, Kräfte einteilen und nicht dem Tempo hinterherlaufen.
Und dann kam die erste grosse Bestätigung:2:51:54 Stunden – die schnellste Radzeit ihrer Altersklasse AK 55–59. Ein starkes Signal. Aber noch lange kein Grund, das Rennen zu früh zu feiern.
Denn vor Cecile lagen noch die entscheidenden Laufkilometer.

Jetzt begann der Teil des Rennens, vor dem Cecile den grössten Respekt hatte.
Sie wusste nicht, wie lange ihre Laufbeine nach dieser Radleistung tatsächlich tragen würden.
Also blieb sie kontrolliert. Kein Überpacen.
Kein unnötiges Risiko. Vertrauen in den Plan.
Kilometer für Kilometer.
Als die letzten drei Kilometer vor ihr lagen, war klar: Jetzt durfte sie alles geben, was noch übrig war. Und sie tat es. Sie kämpfte sich bis zur Ziellinie und erreichte einen grandiosen 5. Platz ihrer Altersklasse.
Doch der eigentliche Erfolg steckt noch tiefer:
20 Minuten schneller als im Vorjahr.
Zwanzig Minuten.
In nur sieben Wochen gezielter Vorbereitung.
Ceciles eigene Worte bringen den Moment perfekt auf den Punkt:
„Das Experiment gemäss Coach hat voll funktioniert🔥!“
Diese 20 Minuten sind nicht einfach eine Zahl. Sie stehen für den Unterschied zwischen „Ich sollte eigentlich mehr trainieren“ und „Ich habe einen Plan und setze ihn um.“
Sie zeigen, was passieren kann, wenn begrenzte Zeit nicht zum Hindernis wird, sondern gezielt genutzt wird. Und sie zeigen, dass Leistung nicht immer dort entsteht, wo am meisten trainiert wird.
Sondern dort, wo Training, Strategie, Vertrauen und konsequente Umsetzung zusammen-kommen. Cecile hat das Experiment gewagt. Sieben Wochen später hatte sie ihre Antwort.
Heike und Cecile hatten unterschiedliche Voraussetzungen. Heike veränderte nach dem Trainingslager ihre Trainingsstruktur und arbeitete mit einem gezielten Plan weiter.
Cecile hatte nach dem Trainingslager nur sieben Wochen bis zum Wettkampf und nutzte diese Zeit mit einem klar strukturierten Trainingsplan.
Ihre Geschichten sind deshalb kein Beweis dafür, dass es den einen richtigen Weg zu mehr Leistung gibt.
Sie zeigen etwas anderes: Gutes Coaching muss zum Athleten passen. Es geht darum,
Training gezielt zu strukturieren,
die richtigen Schwerpunkte zu setzen,
Belastung und Regeneration sinnvoll aufeinander abzustimmen,
vorhandene Trainingszeit effizient zu nutzen,
eine klare Rennstrategie zu entwickeln,
Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit aufzubauen,
und die vorbereitete Leistung im Wettkampf tatsächlich abzurufen.
Genau hier setzt Triathlon Coaching an. Nicht beim möglichst grossen Trainingsumfang. Sondern bei der entscheidenden Frage:
Was braucht dieser Athlet jetzt, um im entscheidenden Moment seine beste Leistung abrufen zu können?
Ein starkes Rennen beginnt lange vor dem Start. Es entsteht durch die Summe vieler Entscheidungen:
Wie wird trainiert?
Welche Reize werden gesetzt?
Wann wird regeneriert?
Wie wird mit Belastung umgegangen?
Wie wird das Rennen eingeteilt?
Und vor allem: Wie viel Vertrauen hat ein Athlet in das, was er vorbereitet hat?
Heike hat in Erlangen erlebt, dass sie ihre Leistungsfähigkeit wieder vollständig abrufen kann.
Cecile hat erlebt, wie viel in sieben Wochen gezielter Vorbereitung möglich ist.
Beide Geschichten zeigen:
Die entscheidenden Sekunden im Wettkampf werden oft durch die Entscheidungen der Wochen und Monate davor vorbereitet.
Heike und Cecile zeigen zwei unterschiedliche Wege zur Leistungssteigerung.
1. Struktur schafft Leistung. Gezieltes Training hilft, vorhandene Möglichkeiten besser auszuschöpfen.
2. Vertrauen entscheidet im Wettkampf. Training muss nicht nur körperlich wirken. Es soll auch die Sicherheit geben, im entscheidenden Moment Leistung abrufen zu können.
3. Jeder Athlet braucht seinen eigenen Weg. Was bei Heike funktioniert, muss nicht automatisch bei Cecile funktionieren. Genau deshalb ist individuelle Trainingsplanung entscheidend.
Die Ergebnisse sprechen für sich:
Heike: 5:33:55, persönliche Bestzeit und Altersklassensieg.
Cecile: Platz 5, schnellste Radzeit der AK 55–59 und 20 Minuten schneller als im Vorjahr.
Zwei Geschichten. Zwei unterschiedliche Ausgangslagen. Ein gemeinsamer Anspruch: Leistung nicht dem Zufall zu überlassen.
Wenn du deine Leistung gezielt weiterentwickeln und im Wettkampf abrufen möchtest, ist individuelle Vorbereitung entscheidend.
Toni Hasler Professional Coaching verbindet langjährige Erfahrung aus dem Spitzensport mit individueller Trainingsplanung, mentaler Stärke und einer klaren Strategie für deine persönlichen Ziele.
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